Kinder der Hoffnung e. V. - Berichte Rundschreiben

August 2013

Schwarzwälder Bote, 23.08.2013
Von Steffi Stocker

Nachdem das Waisenhauses in Kenia im Februar vergangenen Jahres eingeweiht wurde, hatte der  Verein "Kinder der Hoffnung" noch auf eine Inbetriebnahme im Sommer gehofft. Doch der Strom ließ auf sich warten. Anfang dieses Monats gab es hier endlich den Durchbruch.

"Wenn er dann im Haus und auf dem Grundstück ist, können wir innerhalb von vier Wochen einziehen", sagte Norbert Ziegler.
Im Gespräch mit unserer Zeitung erklärte er, wie es zu dem beinahe einjährigen Stillstand mit der neuen Regierung in dem afrikanischen Land gekommen ist. Außerdem sei von Anfang an klar gewesen, dass das Problem mit der Stromversorgung nicht einfach zu lösen gewesen sei, da sich das Waisenhaus weit außerhalb der bestehender Besiedlung befände. Schon vor zwei Jahren habe der Verein deshalb die Stromlieferung beantragt.

"Jetzt kommt ein Umstand hinzu, der auch für Kenia zusätzliche Wirtschaftskraft bedeutet", verwies der Kontaktmann des Althengstetter Vereins zur Bauleitung in Afrika auf das Investitionsinteresse von Indern. "Sie haben Grundstücke rund um unser Waisenhaus gekauft und bringen mit ihrem Vorhaben Geld ins Land", erläuterte Ziegler zur in Aussicht gestellten Stromversorgung.

Noch ist es nur eine Urkunde, aber wenn er denn kommt, wird es Schlag auf Schlag gehen. Dann kann "Steve", wie der Verantwortliche vor Ort, Ralf Stefan von allen genannt wird, die Möbel in das Waisenhaus bringen lassen. "Bis jetzt sind sie außerhalb eingebunkert", weiß Ziegler. Denn so lange kein Leben in das Waisenhaus  eingekehrt ist, muss selbst der Brunnen bewacht werden. Aber Dank des Engagements des Althengstetter Vereins und seiner Gönner ist die Einrichtung, bis hin zur Tischdecke, bereits vor Ort.

Parallel dazu finden medizinische Tests mit den Kindern statt, die dann Einzug halten werden. "Es wird auch  geprüft, ob es sich wirklich um Waisenkinder handelt", erklärte Ziegler. Oft werden nämlich Kinder als Waisen  abgegeben, die es gar nicht sind. Die Verwandtschaft hätte das betroffene Kind aufgenommen und das eigene ins Waisenhaus gebracht. "Dadurch versprachen sie sich bessere Versorgung und vor allem Bildung für die eigenen Kinder", sagte er. Das Geld für die erforderlichen Untersuchungen, etwa 50 Euro übernimmt, der Verein, während sich Haida, die künftige Hausleiterin um den Ablauf kümmert.

Bis zu 20 Kinder werden in dem Waisenhaus beheimatet sein. Ein Großteil kommt aus Waisenhäusern, die jetzt überbelegt sind. Bei Bedarf können sie in der Krankenstation eines Hauses unter italienischer Regie behandelt werden, das rund drei Kilometer entfernt ist. "Mit der Krankenschwester dort haben wir eine Kooperation vereinbart", berichtete Ziegler. Voller Euphorie erwartet der Verein jetzt das Startsignal, das dann das Vorhaben  der Gründerin Brigitte Stiegler, die vor drei Jahren starb, Realität werden lässt.

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