Kinder der Hoffnung e. V. - Berichte Rundschreiben

 November 2014

 

„ Wenn du niemals versuchst das Unmögliche zu erreichen,
wirst du niemals Wunder tun „

 

Am 18.11.2014 hatte der Verein seine Mitglieder zur Mitgliederversammlung eingeladen.
Gemeinsam sollten notwendige Entscheidungen getroffen und Weichen für die Zukunft gestellt werden.

Der 1.Vorsitzende Dietmar Waidner erklärte den Anwesenden, dass von Anfang an klar war, dass es ohne Frau Brigitte Stiegler sehr schwer sein wird, das Projekt „Bau eines Waisenhauses in Kenia“ fortzuführen. Ohne sie fehlt dem Verein eine Person des Vertrauens, die dort vor Ort ist und die Leitung des Hauses übernimmt.                                                                                                        
Die Hoffnung, dass die Afrikanerin Haida, die von Frau Stiegler ausgewählt wurde gemeinsam mit ihr das Haus zu führen, diese Aufgabe nun alleine übernehmen könnte, hat sich leider nicht erfüllt. Zum einen ist Haida inzwischen über 60 Jahre alt, zum anderen gestaltet sich die Zusammenarbeit und Kommunikation mit ihr sehr schwierig, so dass ein vertrauensvolles miteinander Arbeiten nicht möglich ist.

Deshalb hat sich der Vorstand um eine andere Lösung bemüht. Bei einem Besuch in Kenia im Februar 2012 konnten einige Ausschussmitglieder zu einem anderen Kinderheim in der Nähe von unserem Waisenhaus, das von einer ital. Organisation geführt und finanziert wird, Kontakte knüpfen. Initiatorin ist eine wohlhabende Frau, die in Italien am Gardasee lebt.  Im Juli dieses Jahres fuhren Dietmar Waidner, Norbert Ziegler und Ilse Ohngemach nach Limone am Gardasee zu einem Gespräch mit Frau Helena Chincherini. Helena brachte noch einige Mitarbeiter mit. Ein Herr ist für die finanzielle Verwaltung der Stiftung zuständig. Über sein Handy hat er jederzeit Zugriff auf das Konto in Kenia und kann alle Kontobewegungen kontrollieren. Der andere Herr ist für die Organisation vor Ort zuständig. Ebenfalls anwesend war der Architekt, der die Waisenhäuser in Kenia gebaut hat.

Das Ganze ist nach dem Prinzip der SOS Kinderdörfer organisiert. Es gibt mehrere Häuser. In jedem Haus lebt eine Familie bestehend aus einer Mama und 8 Kindern, 4 Mädchen und 4 Jungs. Die Mama versorgt die Kinder, kocht, hält das Haus in Ordnung und pflanzt im Garten das benötigte Gemüse an und wohnt ständig bei den Kindern. Die Kinder bleiben in „ihrer Familie“ bis sie 18 Jahre alt sind. Die Waisenhausleitung haben 2 Kenianer, denen Helena vertraut.

Auf die Frage, ob Frau Chincherini sich eine Zusammenarbeit vorstellen könnte, antwortete sie sehr zurückhaltend. Sie machte klar, dass sie schon genug um die Ohren hat und keine weiteren Probleme haben möchte. Sie stellte klar, dass eine Zusammenarbeit nur möglich ist, wenn wir uns von Haida trennen, da sie sie nicht in ihrem Projekt haben möchte. Außerdem müssen die Grundstückseigentumsverhältnisse geklärt werden.Im Grundbuch stehen Brigitte Stiegler und Haida Bruno Sadiki mit jeweils 50% als Eigentümer.
Finanziert wurde das ganze Grundstück vom Verein. In Kenia dürfen Ausländer keinen Grundbesitz erwerben, es muss immer ein Kenianer mit dabei sein. Nach kenianischem Recht hätte Haida nun einen Anspruch auf die Hälfte des Grundstückes, obwohl sie keinen Cent bezahlt hat. Helena versprach uns die Sache an ihren Rechtsanwalt in Kenia weiterzugeben, damit er uns hilft dieses Problem zu lösen.

Nach unserer Rückkehr bat der Vorstand Steve mit Haida ein Gespräch bzgl. der Abwicklung zu führen. Haida wollte 30.000€, der Verein bot ihr 5.000€. Auf dieses Angebot ging sie nicht ein. Im Oktober 2014 reiste dann der Finanzvorstand Frau Zeks mit ihrem Mann nach Kenia. Sie handelten mit Haida vor Ort eine Zahlung von 10.000€ aus. Sie konnten auch noch einen Termin bei den Rechtsanwälten von Helena wahrnehmen. Der Vorschlag der Rechtsanwälte lautet:

Haida verzichtet durch Zahlung der 10.000,00 € auf alle Ansprüche, sie überträgt ihren Grundstücksanteil auf einen neu zu gründenden Trust. Der Anteil von Frau Brigitte Stiegler wird ebenfalls in den Trust eingebracht, so dass nach diesem Vorgang der Trust der alleinige Eigentümer des Grundstücks ist. Eigentümer des Trusts ist der „ Verein Kinder der Hoffnung e.V. „, vertreten durch den jeweiligen Vorstand.

Bei einer Abstimmung entschieden sich die anwesenden Mitglieder mehrheitlich ( bei einer Enthaltung und keiner Gegenstimme ) dafür, Haida eine Abfindung in Höhe von 10.000,00 € zu bezahlen und in Zukunft mit den Italienern zusammenzuarbeiten.

Für die Zusammenarbeit mit den italienischen Organisation sind am Haus noch Umbaumaßnahmen nötig, um auch die baulichen Voraussetzungen für die Umsetzung des Konzepts der ital. Partner zu haben.Die genauere Zusammenarbeit muss noch besprochen werden. Am Ende der Versammlung äußerten sich die Mitglieder wie froh sie über diese Lösung sind und freuten sich sehr darüber, dass wir nun ein tragfähiges Konzept für die Zukunft haben.

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